12.05.2014 

Wenn man das Kind lobt...

von Daria Markin

Maria Montessori formulierte die wichtigsten Regeln des Umganges mit den Kindern. Es ist dabei nicht wichtig, zu welcher Schule sie gehörte, es spielt keine Rolle, welche pädagogischen Ansätze sie erschuf und vermittelte und was man persönlich davon hält: folgende Gedankenanstöße sind schulen-übergreifend.

Ich empfehle, jeden dieser Sätze langsam zu lesen. Überlegt nicht nur, wie ihr mit euren Kindern umgeht, überlegt auch, wie es in eurer Kindheit war, und was die Folge daraus in eurem heutigen Leben sein könnte. Es ist ein spannender Leitfaden, um seinem eigenen Ich-Gefühl im Jetzt nach zu spüren.

Hier sind die schlichten Weisheiten:

1.    Die Kinder lernen von dem, was sie umgibt.

2.    Wenn man das Kind oft kritisiert, lernt es, zu verurteilen.

3.    Wenn man das Kind oft lobt, lernt es, zu bewerten.

4.    Wenn man dem Kind gegenüber feindselig ist, so lernt es zu hauen.

5.    Wenn man mit dem Kind ehrlich ist, lernt es die Gerechtigkeit. 

6.    Wenn man das Kind auslacht, so lernt es, schüchtern zu sein.

7.    Wenn ein Kind mit einem Gefühl der Sicherheit aufwächst, dann lernt es, zu glauben.

8.    Wenn man das Kind oft beschämt, so lernt es, sich schuldig zu fühlen.

9.    Wenn man das Kind wertschätzt, so lernt es, sich anzunehmen.

10.    Wenn man sich dem Kind gegenüber großzügig verhält, so lernt es, geduldig zu sein.

11.    Wenn man das Kind unterstützt, wächst es im Selbstvertrauen auf.

12.    Wenn das Kind in einer Atmosphäre von Freundschaft aufwächst, fühlt es sich ernst genommen und lernt die Liebe in der Welt und im eigenen Leben zu spüren.

13.    Sprecht niemals schlecht über eure Kind, weder in seiner Anwesenheit, noch hinter seinem Rücken.

14.    Konzentriert euch auf die guten Seiten in der Entwicklung des Kindes, das schlechte braucht er, um zu lernen.

15.    Hört immer dem Kind zu, wenn es sich an Euch wendet, antwortet ihm, denn nur das ist die Gleich-würde.

16.    Achtet das Kind, welches einen Fehler begangen hat, es kann diesen jetzt oder später verbessern, dafür sind die Fehler da.

17.    Seid bereit dem Kind zu helfen, welches sucht, und seid unauffällig für das Kind, welches gefunden hat.

18.    Helft dem Kind, das Neue zu erforschen. Füllt seine Umgebung dabei mit Fürsorge, Zurückhaltung, Stille und Liebe.

19.    Im Umgang mit dem Kind seid stets achtsam und anständig. Bietet dem Kind das Beste, was in Euch selbst ist.

Wir sind gespannt darauf, Eure Erinnerungen, Eure Parallelen, über Eure Vergleiche zu hören.

Schreibt uns Eure kleine Geschichte: wie war es in Eurer Kindheit, wenn ihr die einzelnen oben genannten Punkte erforscht. Was macht das heute für euch aus? Und, womöglich, wie gebt ihr dieses Thema an Eure Kinder weiter?

Geschichten bitte an info(at)markindick.de senden. Wir freuen uns!

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